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  „Omega“ – Der Widerstand
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DarkO
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Nürnberg




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  „Omega“ – Der Widerstand Datum:09.01.26 00:05 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Forengemeinde!

Hier ist eine weitere Geschichte von mir, die bereits seit dem Jahr 2018 auf meiner Festplatte herumdümpelt. Ich dachte mir, ich sollte sie euch zum Lesen geben, solange sie noch Fiktion und nicht Tatsachenbericht ist. Denn diese Geschichte spielt in einer hoffentlich in dieser Form niemals eintreffenden Zukunft.

Viel Spaß beim Lesen!
DarkO



„Omega“ – Der Widerstand


Prolog

Es war die Zeit, einige Jahrzehnte nach dem Großen Knall.

Vor dem Großen Knall waren viele Menschen in ihrer Naivität noch davon überzeugt, dass die irgendwann bevorstehende Katastrophe, die die Welt für immer verändern sollte, mit Sicherheit die Folge eines politischen Kräftemessens sein würde, welches schließlich in einem militärischen Schlagabtausch mit Nuklearwaffen mündete.

Das Problem war, dass die Leute damals viel zu sehr auf ihr eigenes Wohlergehen fokussiert waren, um zu begreifen, welche weitreichenden ökologischen Folgen ihr einzig auf ökonomischen und machtpolitischen Prinzipien basierendes Handeln in Wirklichkeit hatte.

Als in einer steigenden Anzahl an Köpfen dann doch langsam die Erkenntnis heranreifte, dass da etwas ganz gehörig falsch lief in der Welt, war es längst zu spät. Denn da hatte der Planet Erde bereits zu einem gewaltigen Gegenschlag ausgeholt, der einen Großteil der Weltbevölkerung von seiner Oberfläche fegen sollte.

Naturkatastrophen wie Überflutungen, Dürren, Erdbeben und Vulkanausbrüche – schließlich führte die stetige Erwärmung der Erdkruste letztlich dazu, dass auch der Energiehaushalt im Erdinneren gehörig aus den Fugen geriet – ereigneten sich immer häufiger und nahmen dabei immer drastischere Ausmaße an. Durch die stetig steigenden Temperaturen schmolzen die Polkappen, der Meeresspiegel stieg dramatisch an und als indirekte Folge des extremen Klimawandels wurden auch noch Erreger an die Luft gesetzt, die bis dahin tief unten im arktischen Eis eingeschlossen waren. Dies hatte zur Folge, dass eigentlich längst als ausgerottet geltende Krankheiten wieder auftraten und sich immer weiter ausbreiteten. Kurz: Die Erde zog sämtliche Register.

Natürlich war die Bezeichnung „Großer Knall“ in diesem Zusammenhang etwas irreführend. Man verwendete sie trotzdem, denn immerhin war es ein kurzer und einfacher Begriff, wenngleich der Vorgang, den er benennen sollte, in Wahrheit weder das eine noch das andere war. Es handelte sich viel mehr um einen über mehrere Jahrzehnte langsam dahinschreitenden Prozess.

Auf der anderen Seite: Was sind selbst einhundert Jahre aus der Sicht eines Planeten?

Als Termin für den Großen Knall wurde daher schlicht der Zeitpunkt definiert, ab welchem mehr als die Hälfte sämtlicher ehemals bevölkerter Landmassen der Welt als unbewohnbar eingestuft worden war; wobei der Rest auch nicht gerade bequeme Lebensbedingungen aufwies. Auch wenn der Planet allmählich wieder zu Ruhe kam, ob nun von allein oder durch künstliche Gegenmaßnahmen: Nur noch relativ wenige Gebiete waren dazu geeignet, dort zu leben.

Infolgedessen zog sich der überwiegende Teil der verbliebenen Bevölkerung – zumindest jener, der es sich leisten konnte – nach und nach in die Habitate innerhalb der erdbebensicheren Gebiete zurück. Bei den Habitaten handelte es sich um gewaltige Kuppeln aus Stahl und Glas, die man in Windeseile errichtet hatte und die ihre neuen Bewohner nun mit sauberen Jobs, sauberem Trinkwasser und sauberer Atemluft anlockten.

Was die Leute innerhalb der Kuppeln ständig nebenbei noch so alles einatmeten, interessierte sie nicht. Genau diesen Effekt wollte deren Erbauer mit dem besonderen Gasgemisch, welches neben der reinen Atemluft nahezu sämtliche Bereiche der Habitatkuppeln ausfüllte, auch erreichen. Ein erhöhtes Maß an allgemeiner Gleichgültigkeit in der Gesellschaft sorgte schließlich dafür, dass es friedlich blieb. Eine existenzielle Voraussetzung, wenn man vorhatte, eine kontinuierlich wachsende Anzahl an Personen unterschiedlicher Herkunft und Weltanschauung gemeinsam auf begrenztem Raum einzupferchen.

Zudem hatte das Ganze den nicht ganz unerwünschten Nebeneffekt, dass die Mächte, die alles auf der Welt organisierten (eine Mischung aus Politikern, Bankern und Industriellen), endlich nach Belieben schalten und walten konnten, ohne lästige Fragen, Beschwerden oder gar Proteste aus der Bevölkerung befürchten zu müssen.

Besagte Mächte formierten sich bald zu einer ‚Die Organisation‘ genannten Vereinigung, um die zwar jetzt weitgehend klimaschonende, aber ansonsten dennoch weiterhin skrupellose Ausbeutung des Planeten und der übrigen Bevölkerung möglichst effizient zu gestalten. – Sicherlich gab es Rivalitäten unter den Mitgliedern der Organisation. Aber man achtete dennoch meistens darauf, dass jeder von ihnen sein Stück des Kuchens abbekam.

Dafür betrieb man im Umkreis der Glaskuppeln überall gigantische Fabrikkomplexe. Wobei sich niemand daran störte, dass es keine hundertprozentig genauen Umweltvorgaben mehr gab, nach denen man sich hätte richten müssen.

Die Versorgung mit Nahrungsmitteln übernahmen ein paar Agrarkonzerne, deren Leiter natürlich ebenfalls Mitglieder der Organisation waren. So gut wie alle ökologischen Erzeugnisse gingen vor dem Verkauf an den Endkunden zunächst an weiterverarbeitende Betriebe. Mithilfe chemischer Zusätze erhöhte man dort zum einen die Nährstoffausbeute und zum anderen die Auswahl an verfügbaren Geschmacksrichtungen.

Hochwertige, unveränderte Nahrungsmittel standen nur noch den Mitgliedern der Organisation – und davon auch längst nicht allen – zur Verfügung.

Dass trotzdem stets alle Menschen glücklich waren, dafür sorgten die der Atemluft beigemischten Substanzen zuverlässig.

Aufgrund dessen, dass die Mitglieder der Organisation bei klarem Verstand bleiben wollten, und sie es zudem nicht nötig hatten, ihrem Glück künstlich nachzuhelfen, besaßen deren Wohnungen und Fahrzeuge entsprechende Filteranlagen. Zudem enthielt ihr Trinkwasser vorsorglich ein Gegenmittel.

Leider wurde dieses idyllische Bild einer „heilen Welt“ getrübt durch die Existenz der vereinzelten Rebellengruppen, die außerhalb der Habitate unentwegt ihr Unwesen trieben.

Die Rebellen hatten sich den Namen ‚Omega’ gegeben. Schließlich war dieser griechische Buchstabe schon immer das Symbol für die Einheit des Widerstands gewesen. Diese starrsinnigen Widersacher waren nicht von ihrer Überzeugung abzubringen, dass die Organisation alles nur noch schlimmer machte und das künstlich erschaffene System irgendwann kollabieren musste.

Für all jene, welche es sich nicht leisten konnten oder wollten, in eines der Habitate zu ziehen, gab es wenig Alternativen. Viele wurden als Arbeiter in den Fabriken wie Sklaven ausgebeutet. Einige Mutige schlossen sich dem Widerstand an, um für ihre Ideale zu kämpfen. Der Rest fand über kurz oder lang unweigerlich den Tod. Für ein Leben draußen in der Natur waren die Atmosphäre und das Wasser noch immer zu sehr mit Schadstoffen belastet.

Zur Bekämpfung der Widerständler hatte man innerhalb der Organisation eine eigene Abteilung gegründet: die ARA.

Innerhalb der ARA wiederum gab noch eine weitere spezielle Gruppierung, deren Aufgabe darin bestand, die Ursachen des sich in der Bevölkerung stetig weiter ausbreitenden Phänomens der Unfruchtbarkeit bei Frauen und Männern gleichermaßen zu untersuchen, und ein Gegenmittel zu entwickeln. Alles streng vertraulich, versteht sich. Es gab nicht einmal eine offizielle Bezeichnung für diese besondere Abteilung.

Wegen der zweifellos notwendigen Geheimhaltung gab es anfänglich enorme Schwierigkeiten, ausreichend für die Forschung notwendige Testpersonen zu gewinnen. Glücklicherweise fand sich schon sehr bald eine äußerst elegante Lösung, um den andauernden Bedarf an ‚freiwilligen‘ Probanden zu decken. Auf brillante Weise war im gleichen Zuge auch die Frage nach einem geeigneten Ort für die dauerhafte Unterbringung der gefangengenommenen Rebellen und anderer Taugenichtse vom Tisch.

--Fortsetzung folgt--

DarkO

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von DarkO am 09.01.26 um 02:12 geändert
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Neuschreiber63
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  RE: „Omega“ – Der Widerstand Datum:09.01.26 06:38 IP: gespeichert Moderator melden


Oh, du bist aber momentan fleißig!

Das Szenario mit dem Weltuntergang ist nicht ganz neu (aber welches ist das schon), aber immer wieder spannend. Und inwieweit das Szenario dann zu einer bondage/kg oder sonstwas Geschichte wird, finde ich auf jeden Fall spannend.

Danke, freue mich auf weitere Teile!
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DarkO
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  RE: „Omega“ – Der Widerstand Datum:09.01.26 09:04 IP: gespeichert Moderator melden


@Neuschreiber63:
Naja, fleißig... Ich habe mir halt gedacht, wenn ich schon in dem Literatur-Ordner auf meiner Festplatte unterwegs bin, dann kann ich auch gleich mal alles rauskramen. Wie ich eingangs erwähnt habe, stammt dieses Werk aus dem Jahr 2018 und stellt somit den Beginn meiner Autorenlaufbahn dar. Alle meine anderen Geschichten sind neueren Datums.

Ich wollte diese Geschichte jetzt endlich einmal online-stellen, bevor wir das tatsächliche Ende der Welt direkt vor Augen haben. Zu der Zeit, da ich diese Geschichte geschrieben habe, gab es jedenfalls noch keinen Ukraine-Krieg und auch keine Corona-Pandemie.

Das im Prolog beschriebene Weltuntergangsszenario dient einfach als Erklärung dafür, warun die in den folgenden Kapiteln beschriebenee Welt so ist wie sie ist: Die Organisation=Gut gegen Die Rebellen=Böse (oder war es anders herum?)

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von DarkO am 09.01.26 um 09:14 geändert
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Neuschreiber63
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  RE: „Omega“ – Der Widerstand Datum:09.01.26 19:04 IP: gespeichert Moderator melden


Manchmal ist es gut, wenn eine Geschichte reift.

War der Weltuntergang nicht schon 2012? Habe ich aber irgendwie auch verpasst... Ansonsten ist der Ukrainekrieg natürlich schlimm, für die Ukrainer und auch für die Russen, die für Putins Ego sterben. Aber global dreht sich die Erde weiter. Und jeder Coronatote war natürlich einer zuviel. Am weltweiten Bevölkerungswachstum hat Corona aber auch nichts geändert...

Tja, wer gut und böse ist, ist oft eine Frage der Sichtweise... Wobei bei dir die Fronten klar verteilt zu sein scheinen...


[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Neuschreiber63 am 09.01.26 um 19:04 geändert
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